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Montag, 27. Juni 2011

Hundehalter ignorieren weiterhin Leinenpflicht

Gemäss aktuellen Medienartikeln führen nicht angeleinte Hunde, bzw. deren Halter, welche die Anleinpflicht ignorieren immer wieder zu Auseinandersetzungen.

Erstaunlich, dass es tatsächlich noch Halter geben soll, die von der Leinenpflicht im Wald oder öffentlichen Gebieten nichts gewusst haben.

Explizite Anleinpflicht besteht in öffentlichen Gebäuden, auf verkehrsreichen Strassen, in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie deren Haltestellen und in spezifisch signalisierten Gebieten wie dem Wald.

Keinen Zutritt haben Hunde auf Friedhöfen, Badeanstalten sowie Schul-, Spiel- und Sportanlagen.

Die Probleme mit undisziplinierten Hundebesitzern will Grün Stadt Zürich in nächster Zeit zusammen mit der Polizei angehen und allfällig mit einer Verfügung lösen.

Probleme welche auch jeder bewusste Hundehalter kennt. Führt man seinen Hund an der Leine und begegnet einem ein anderer Hundehalter, dessen Hund nicht angeleint ist, hört man meist "er macht nichts" oder "lassen sie ihren Hund doch auch los" und kann dann nur noch den Kopf schütteln.

Jeder Hundehalter sollte wissen, dass man seinen Hund anleint, wenn einem ein anderer, angeleinter Hund entgegenkommt, auch wenn dies auf Gebiet ist, wo Hunde frei laufen dürften.

Es gibt unzählige Gründe, weshalb ein Halter allenfalls seinen Hund aktuell nicht ableinen kann oder will, aber dies scheint trotz Sachkundenachweis etc. immer noch nicht bei allen Haltern angekommen zu sein.

Mittwoch, 24. November 2010

Keine Einigung beim Hundegesetz in Sicht

(sda) Beim Hundegesetz zeichnet sich weiterhin keine Einigung zwischen National- und Ständerat ab. Die vorberatende Ständeratskommission empfiehlt ihrem Rat, auf schweizweit einheitlichen Regeln zu beharren.

Umstritten ist, ob die Kantone schärfere Gesetze erlassen dürfen als der Bund. Der Nationalrat möchte ihnen dies erlauben, der Ständerat nicht. Die Wissenschaftskommission (WBK) des Ständerates beantragt ihrem Rat nun mit 6 zu 2 Stimmen bei einer Enthaltung, bei seiner Haltung zu bleiben.

Auch in der Frage der Haltebewilligungen für gefährliche Hunde will die Ständeratskommission keine Konzessionen machen: Der Bundesrat soll eine Bewilligungspflicht für die Haltung potenziell gefährlicher Hunde erlassen. Der Nationalrat möchte auf Haltebewilligungen verzichten.

Zahnschienen statt Maulkörbe

Einzig bei den Maulkörben ist die Ständeratskommission auf die Linie des Nationalrates eingeschwenkt, wie die Parlamentsdienste am Mittwoch mitteilten. Sie beantragt dem Ständerat, neben Maulkörben auch andere Vorrichtungen zuzulassen, die Bisse verhindern. Dies würde den Einsatz von Plastik-Zahnschienen anstelle von Maulkörben ermöglichen.

Die Beratungen zum Hundegesetz kommen im Dezember in die letzte Phase. Folgt der Ständerat den Empfehlungen seiner Kommission und schwenkt nicht auf die Linie des Nationalrates ein, muss eine Einigungskonferenz aus Mitgliedern beider Räte eine Lösung suchen.

Keine Rassen-Verbote

Auslöser für das Hundegesetz war die tödliche Attacke auf einen sechsjährigen Buben im zürcherischen Oberglatt im Jahr 2005. Ursprünglich stand ein Pitbull-Verbot zur Debatte. Das Gesetz verzichtet nun aber auf das Verbot bestimmter Hunderassen. Rasselisten waren auf Widerstand gestossen, obwohl inzwischen mehrere Kantone solche Kataloge kennen.

Das Gesetz nimmt vorab Besitzer und Züchter in die Pflicht. Hunde sind so zu halten, dass sie weder Menschen noch Tiere gefährden. Auch dürfen sie nicht auf Aggressivität gezüchtet werden. Werden Menschen oder Tiere erheblich verletzt oder wirkt ein Hund übermässig aggressiv, muss dies gemeldet werden. Die Behörden ordnen dann Massnahmen an, die vom Hundekurs über ein Haltungsverbot bis zur Tötung des Tieres reichen können.