Freitag, 10. Juli 2009

Welpenauswahl

Definition von Inzucht und weitgehendste Vermeidung von Schadgenen

Gemäss einem Artikel von Frau Dr. Karin Nicodem aus der aktuellen HundeWelt spricht man von Inzucht bei Hunden, wenn in 5-6 (!) Generationen gemeinsame Ahnen zu finden sind.

Gemäss Frau Dr. Nicodem sind in jedem Hund sogenannte Schadgene vorhanden, meist jedoch verdeckt.

Paart man nun Hunde unterschiedlicher Herkunft miteinander, können schadhafte Gene meist durch das gesunde Gen des Partners kompensiert werden.

Das ganze wird anhand eines Beispiels einer Tischdecke veranschaulicht:

Legt man zwei Tischdecken aus identischer, fehlerhafter Produktion (mit Löchern) übereinander,ist der Fehler nicht verdeckbar. Legt man nun zwei Tischtücher übereinander, die zwar auch beide Fehler beinhalten, jedoch aus unterschiedlicher Produktion stammen, werden die Löcher gegenseitig überdeckt.


D.h. bei der Wahl eines Welpen sehr gut auf die Ahnentafel, bzw. den Stammbaum achten und diesen idealerweise 5-6 Generationen zurückverfolgen.

Die offiziellen FCI/SKG Papiere liefern jedoch vielfach nicht die Informationen über diese Tiefe sondern "enden" bereits bei der 4ten Generation. Hier bleibt somit nichts anderes übrig, als den Züchter zu fragen, bzw. die Ahnentafel zu "googlen".

Dies gibt zwar keine absolute Garantie, aber hilft doch zumindest gewisse Risiken zu vermeiden.

Oliver Scheer

Quelle: HundeWelt Juli 09

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen