Donnerstag, 22. März 2012

Hundegesetz Kanton ZH - Was der Junghundekurs beinhalten muss


Lernziele des Junghundekurses

§ 18. Die Halterin oder der Halter
a. 
ist in der Lage, das Verhalten des Junghundes auf Hör- und Sichtzeichen für das Herankommen, sich Setzen und sich Hinlegen sowie das Ausgeben eines Gegenstandes zu festigen, so dass er auch unter Ablenkung zuverlässig gehorcht,
b.
ist fähig, mit Hilfe eines Abbruchsignals ein unerwünschtes Verhalten beim Junghund sofort zu unterbrechen, um ihm ein situationsgerechtes Verhalten beizubringen,
c.
weiss, dass der Junghund im öffentlich zugänglichen Raum an der Leine geführt werden muss, solange er nicht zuverlässig abgerufen werden kann.

§ 19. Die Halterin oder der Halter
a. 
kann den Junghund korrekt an die Leine nehmen, ableinen und freigeben,
b. 
kennt die Vorgehensweise, wie der Junghund an der lockeren Leine zu führen ist, setzt dies schrittweise um und entwickelt das gewünschte Verhalten weiter,
c. 
hat Kenntnisse über Hilfsmittel wie Brustgeschirre, Halti, Gentle Leader und ist instruiert, dass deren wirksamer und tiergerechter Einsatz mit Unterstützung einer Fachperson gelernt werden muss,
d. 
kennt die Wichtigkeit des korrekten Führens für die Sicherheit bei Begegnungen mit Mensch und Tier, so dass entgegenkommende Personen oder Tiere gefahrlos an ihm vorbeigehen oder Hindernisse überwunden werden können (wie Seitenwechsel der Führposition oder Gehen hinter der Halterin oder dem Halter), wendet dies schrittweise an und entwickelt das gewünschte Verhalten weiter,
e. 
ist in der Lage, den Junghund so zu führen, dass sie oder er jederzeit seine Aufmerksamkeit erlangen kann, um ihm Zeichen geben zu können.

§ 20. Die Halterin oder der Halter
a. 
ist in der Lage, den Junghund kontrolliert und vorausschauend in der Umwelt (belebte Strasse, öffentlicher Verkehr, öffentliches Lokal), bei der Begegnung mit Menschen mit unterschiedlichem Erscheinungsbild sowie mit Artgenossen zu führen,
b. 
weiss, wann der Junghund nicht ausreichend kontrolliert werden kann und nimmt ihn vorausschauend an die Leine, um eine Konfliktsituation zu vermeiden,
c. 
kennt die Situationen, in denen der Junghund immer an der Leine zu führen ist, wie bei Begegnungen mit ängstlichen Menschen,
d. 
erkennt schwierige Situationen, wie Begegnungen mit Katzen, Nutztieren oder Wild und nimmt den Junghund vorausschauend an die Leine oder ist in der Lage, diesen jederzeit abzurufen,
e. 
kennt das Begrüssungsverhalten des Junghundes und weiss, wie sie oder er die Kontaktaufnahme des Junghundes mit Menschen und Artgenossen kontrollieren kann,
f.
ist fähig, den Junghund bei Bedarf gesichert anzubinden und ihn für eine kurze Zeit ruhig warten zu lassen,
g. 
kennt die korrekte Vorgehensweise zur Maulkorbgewöhnung beim Junghund und kann diese bei Bedarf schrittweise umsetzen.

§ 21. Die Halterin oder der Halter
a. 
führt die Lernziele aus der Welpenförderung weiter, insbesondere die Sozialisation und die Gewöhnung an die Umwelt und andere Tiere, unter Berücksichtigung der Entwicklung des Junghundes,
b. 
ist in der Lage, durch kontrolliertes Spielen (Initiieren, Leiten und Beenden) den Junghund körperlich und geistig zu beschäftigen, zu erziehen, unerwünschtes Spielverhalten (wie heftiges Anrempeln und Hochspringen) zu korrigieren und die Beisshemmung zu festigen,
c. 
kennt die geschlechtsspezifische Entwicklungsphase (Pubertät) des Junghundes und berücksichtigt sie.

§ 22. Die Halterin oder der Halter
a. 
ist sich der Bedeutung eines guten Gehorsams für ein sicheres und tiergerechtes Führen des Junghundes bewusst,
b. 
erkennt Körpersignale des Junghundes (wie Drohen, Angreifen, Unsicherheit, Unterwerfung) und reagiert angemessen,
c.
setzt tiergerechte Erziehungsmethoden ein, um erwünschtes Verhalten zu fördern und unerwünschtes Verhalten zu korrigieren,
d. 
erkennt die eigenen Grenzen bei Problemen mit dem Junghund (Gehorsam, sicheres Führen) und weiss, wann der Beizug einer Fachperson angezeigt ist,
e. 
kennt die massgebenden Bestimmungen der geltenden eidgenössischen und kantonalen Hunde-, Tierschutz- und Tierseuchengesetzgebung, insbesondere die Pflichten hinsichtlich sicheres Halten, Führen und Beaufsichtigen eines Hundes, und deren Bedeutung.

Quelle

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