Donnerstag, 22. März 2012

Hundegesetz Kanton ZH - Was die Welpenschule beinhalten muss


Lernziele der Welpenförderung

§ 13. Die Halterin oder der Halter
a. 
ist befähigt, klare Grenzen zwischen Hund und Mensch zu setzen (soziale Hierarchie), so dass das Zusammenleben eindeutig geregelt ist,
b. 
kennt die Vorgehensweise, wie sie oder er die bestmögliche Bindung zu ihrem oder seinem Welpen aufbaut,
c. 
erkennt und vermeidet Belastungssituationen, die der Welpe aufgrund seines Entwicklungsstandes noch nicht bewältigen kann,
d. 
kennt die Vorgehensweise, wie die Beisshemmung des Welpen gefördert wird und kann dies umsetzen.

§ 14. Die Halterin oder der Halter
a. 
kennt die Vorgehensweise, wie erwünschte Verhaltensweisen und angemessene Selbstständigkeit des Welpen gefördert werden, ohne dass er physisch und psychisch überfordert oder zu sehr behütet wird, und kann dies umsetzen,
b. 
erkennt die Bedürfnisse des Welpen hinsichtlich Fütterung, Pflege, Auslauf, Schlaf, Sozialkontakt und Beschäftigung und kann darauf angemessen reagieren,
c. 
ist in der Lage, gegenüber dem Welpen jederzeit der Situation angemessen und konsequent zu handeln.

§ 15. Die Halterin oder der Halter
a. 
kennt die Vorgehensweise wie neutrales Verhalten des Welpen gegenüber Menschen mit unterschiedlichem Erscheinungsbild, Alter und Geschlecht gefördert wird und kann dies umsetzen,
b. 
ist fähig, das Verhalten des Welpen bei Begegnungen mit Menschen zu interpretieren und, falls nötig, angemessen zu korrigieren,
c. 
ist fähig, sich mit dem Welpen in Alltagssituationen bei Begegnungen mit Artgenossen korrekt zu verhalten und erkennt, wann ein Spiel des Welpen mit einem erwachsenen Hund zugelassen werden kann,
d. 
kennt die Vorgehensweise, wie der Welpe an verschiedene Tiere gewöhnt werden kann,
e.
kennt die Wichtigkeit von kontrollierten Spielsequenzen zwischen Welpen, damit diese die verschiedenen Verhaltens- und Ausdrucksweisen kennen und korrekt darauf reagieren lernen und kann dies im Alltag umsetzen,
f. 
hat Kenntnis, wie sie oder er den Welpen schrittweise, ohne ihn psychisch und physisch zu überfordern, an verschiedene geruchliche, optische und akustische Reize gewöhnen kann,
g. 
kennt die Vorgehensweise und ist fähig, den Welpen schrittweise an einen kontrollierten und stressarmen Transport in öffentlichen und privaten Verkehrsmitteln zu gewöhnen.

§ 16. Die Halterin oder der Halter
a. 
ist in der Lage, erste Hör- und Sichtzeichen für das Herankommen, sich Setzen und sich Hinlegen des Welpen sowie für das Ausgeben eines Gegenstandes situations- und zeitgerecht einzusetzen,
b. 
kennt die Vorgehensweise, wie der Welpe schrittweise an das Versäubern im Freien und das Alleinsein zu gewöhnen ist,
c.
erkennt allfällige Konfliktsituationen im Alltag, insbesondere auch mit Kindern, und ist fähig, angemessen darauf zu reagieren,
d. 
erkennt die direkten Zusammenhänge zwischen Angst- und Aggressionsverhalten des Welpen,
e. 
kennt tiergerechte Erziehungsmethoden nach dem aktuellen Stand des Wissens und kann sie anwenden, indem sie oder er den Welpen situations und zeitgerecht belohnt oder bestraft,
f. 
kennt die Wichtigkeit der Einschätzung der eigenen Grenzen und der Unterstützung durch eine Fachperson bei Problemen mit dem Welpen.

§ 17. Die Halterin oder der Halter
a. 
kennt die Pflichten hinsichtlich Halten, Beaufsichtigen und Führen des Welpen und die Bedeutung, diese ausreichend wahrzunehmen und erfolgreich umzusetzen,
b. 
weiss um die Notwendigkeit, sich selbstständig über die aktuellen Grundlagen im Bereich der eidgenössischen und kantonalen Hunde-, Tierschutz und Tierseuchengesetzgebung zu informieren.

Quelle

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